Satellitenabsturz

Immer wieder kommt es vor, dass Satelliten auf die Erde abstürzen. Da einzelne Satelliten ihre Energie aus radioaktiven Stoffen beziehen, ist beim Absturz eine Verstrahlung nicht auszuschliessen. Sollte ein solcher Absturz tatsächlich über Schweizer Hoheitsgebiet stattfinden, ist die NAZ für die Lokalisierung der radioaktiven Trümmer und die Organisation der entsprechenden Strahlungsmesskampagne verantwortlich. Sie kann dabei auf die Mittel der Einsatzorganisation bei erhöhter Radioaktivität (EOR) zurückgreifen.

Droht tatsächlich ein Satellit mit nuklearer Bordenergieversorgung auf die Schweiz abzustürzen, wird die NAZ durch die European Space Agency (ESA) informiert. Die NAZ orientiert ihrerseits alle Kantonspolizei-Korps. Dabei geht es nicht nur um allfällige Schutzmassnahmen für die Bevölkerung, sondern auch um Beobachtungen aus der Bevölkerung in Zusammenhang mit dem Absturz.

Die NAZ bietet im Ereignisfall sofort diverse Messmittel der EOR auf. Das leistungsfähigste Messmittel für einen solchen Fall ist die Aeroradiometrie. Mit einem Helikopter der Luftwaffe, welcher mit einem hochempfindlichen Messgerät ausgerüstet wird, kann innerhalb von rund drei Stunden ein Gebiet von 70 km2 abgesucht und ausgemessen werden.
Neben dem Aufgebot von Experten und Messmitteln fordert die NAZ in einem solchen Fall auch unverzüglich Unterlagen über die Windverhältnisse bei MeteoSchweiz an. Ausserdem informiert sie als Nationale Kontaktstelle auch die Internationale Atomenergie Agentur (IAEA).