Biologie

Biologische Schadenereignisse (B-Ereignisse) werden durch Organismen (inkl. Viren) ausgelöst. Zu B-Ereignissen zählen Pandemien, Tierseuchen und jegliche Ereignisse mit Organismen, welche die Bevölkerung, Tiere und Umwelt gefährden oder beeinträchtigen. Sie können sich auch indirekt auf den Bevölkerungsschutz auswirken durch den Ausfall von Personal, etwa bei Einsatzorganisationen und kritischen Infrastrukturen.

Biologische Schadenereignisse werden gemeinsam von Bund und Kantonen bewältigt. Der Bund hat insbesondere eine wichtige Rolle bei Pandemien und Tierseuchen. Die wichtigsten Aufgaben liegen dabei bei den Fachämtern, grosse Ereignisse erfordern aber eine koordinierte Bewältigungsstrategie.

Die Massnahmen des Bundes zur Bewältigung von biologischen Schadenereignissen werden vom Bundesstab ABCN koordiniert. Je nach Ereignis sind die zuständigen Fachämter das Bundesamt für Gesundheit (Ereignisse mit Erregern, welche Menschen befallen, sog. humanpathogene Organismen), das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV (Ereignisse mit tierpathogenen Organismen) das Bundesamt für Landwirtschaft (Ereignisse mit pflanzenpathogenen Organismen) oder das Bundesamt für Umwelt (Ereignisse mit allen übrigen Organismen).

In der Vorbereitung arbeitet die NAZ als Kernelement des BST ABCN an Vorsorgeplanungen im B-Bereich. 2014 wurde der ehemalige Sonderstab Pandemie (SOPA) aufgelöst und seine Aufgaben in den BST ABCN integriert. Momentan wird die Startstrategie für den Fall Influenza-Pandemie (Grippe-Pandemie) im BST ABCN entwickelt. Sie soll ein gemeinsames Verständnis aller an der Krisenbewältigung Beteiligten darüber schaffen, wie mit den Konsequenzen des Ereignisses umzugehen ist. Sie definiert namentlich die Ziele und die Prioritäten des BST ABCN. Sie dient als Grundlage für die Vorbereitung der ersten Entscheide auf Stufe Landesregierung und ermöglicht allen Beteiligten, koordiniert und zielgerichtet zu handeln. Sie bildet die Basis für eine umfassende Bewältigung (Bewältigungsstrategie).