Die NAZ

Die Nationale Alarmzentrale (NAZ) ist im Rahmen von Artikel 2 der Verordnung über die Nationale Alarmzentrale die Fachstelle des Bundes für ausserordentliche Ereignisse. Sie fungiert zudem als Einsatz- und Supportelement des Bundesstabes Bevölkerungsschutz (Verordnung über den Bundesstab Bevölkerungsschutz Artikel 10). Die NAZ ist ein Geschäftsbereich des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (BABS) innerhalb des Eidgenössischen Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Zu den Aufgabenbereichen der NAZ gehört es, die Lage laufend zu verfolgen und zu beurteilen. Bei natur-, technik- und gesellschaftsbedingten Ereignissen (z.B. Ereignisse mit erhöhter Radioaktivität, biologische, und chemische, sowie Naturereignisse, Satellitenabsturz, Ausfall von Infrastrukturen) orientiert sie ihre Partnerorganisationen, bildet die Gesamtlage ab und übernimmt Koordinationsfunktionen. Bei Ereignissen mit erhöhter Radioaktivität kann sie in dringenden Fällen Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung anordnen. Bei einzelnen Ereignistypen wie grossen Chemieereignissen oder einer Gefährdung durch Satellitenabsturz übernimmt sie weitere ereignisspezifische Aufgaben. Zudem kann der Bundesrat der NAZ jederzeit zusätzliche Aufgaben übertragen.

Die Struktur der NAZ ist darauf ausgerichtet, mit einem schlanken Personalbestand jederzeit einsatzbereit zu sein, eine erste Beurteilung vorzunehmen und sich mit den Partnerorganisationen zu vernetzen. Bei einem Ereignisfall kann die NAZ rasch und der Situation angemessen aufwachsen. Neben ihren rund 30 festen Mitarbeitenden kann sie verschiedene weitere Elemente zum Einsatz bringen, um über ausreichend Personal zu verfügen und die Durchhaltefähigkeit sicherzustellen.

Die NAZ ist für ihre Partnerorganisationen während 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar. Rund 400 Fälle pro Jahr verlangen von den Pikettdienstleistenden eine Lagebeurteilung und gegebenenfalls den Beizug von Fachpersonen, sei es aus der NAZ oder von Partnern.

Bei ihrer Arbeit setzt die NAZ auf leistungsfähige, krisensichere und redundante Verbindungen unter anderem zu den Einsatzzentralen der Kantonspolizeien.