Radioaktivitäts-Messwerte

Die NAZ betreibt ein eigenes Radioaktivitäts-Messnetz, das sogenannte NADAM-Messnetz. 71 in der ganzen Schweiz verteilte Sonden übermitteln alle 10 Minuten den aktuellen Messwert an die NAZ. Bei überschreiten einer bestimmten Schwelle (1000 nano-Sievert pro Stunde [nSv/h]) wird automatisch bei der NAZ Alarm ausgelöst.

Hier können Sie von allen 71 Messstationen die täglichen Durchschnittswerte (Tagesmittelwerte) abrufen. Diese variieren in der Schweiz je nach Standort zwischen 80 und 260 nano-Sievert pro Stunde (nSv/h). Dies ist primär auf Unterschiede in der natürlichen Strahlung zurückzuführen. Dabei ist einerseits die geologische Bodenzusammensetzung massgebend, anderseits die Intensität der kosmischen Strahlung. Diese nimmt mit zunehmender Höhe über Meer zu. Dies führt vor allem bei Stationen im Alpenraum (z.B. Jungfraujoch) zu deutlich höheren Messwerten. Die höchsten natürlichen Radioaktivitätswerte in der Schweiz werden am Piz Giuv nördlich von Sedrun gemessen. Die Maximalwerte liegen bei rund 500 nSv/h.

Der Anteil künstlicher Strahlung liegt bei allen NADAM-Stationen bei wenigen Prozenten. Dieser künstliche Anteil stammt vor allem vom Reaktorunfall in Tschernobyl im Jahre 1986 sowie von Atomwaffenversuchen in den 60er Jahren.

Einsetzende Niederschläge können durch Auswaschung natürlicher Radioaktivität aus der Luft zu einer kurzzeitigen Erhöhung der Messwerte führen. Dabei sind vor allem die Intensität der Niederschläge und die Dauer der vorangehenden Trockenperiode massgebend.

In den Wintermonaten kann die Schneedecke den Teil der Bodenstrahlung so stark reduzieren, dass die Messwerte unter den langjährigen Erfahrungsbereich absinken.

Zusätzlich stehen die Zeitverläufe der letzten drei Tage zur Verfügung. Die Zeitverläufe werden zweimal täglich, um 08:00 und 15:00 Uhr, aktualisiert.